Weber, Hubert
Künstler aus dem FrankenwaldLeben und Werk
* 18. August 1920 in Staffelstein - † 11. Februar 2013 in Lichtenfels
Als junger Soldat verlor er 1941 beide Hände. Der Chirurg Ferdinand Sauerbruch nahm sich seiner an und operierte ihn mehrmals, passte Prothesen an und schickte ihn bereits während der Behandlungen auf die Reimannschule in Berlin. Nach der Entlassung studierte er auf Empfehlung seines Förderers Kunst.
1943 nahm Hubert Weber nach bestandener Aufnahmeprüfung sein Kunststudium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg auf. Kurz nach Kriegsende ging er an die Akademie nach Stuttgart, wo er in der Meisterklasse von Willi Baumeister arbeitete.
Nach dem Ende des Studiums begann Weber zunächst mit der Malerei und widmete sich dann zunehmend der Kunst am Bau. Er begnügte sich nicht mit dem Anfertigen von Entwürfen, sondern führte seine Wandmalereien auch selbst aus. Er schuf Sgraffitoarbeiten und Betonglasfenster, gestaltete getriebene Kupferwände und schuf Wände in Steinmosaik. Er entwarf viele Brunnen und gestaltete Bronzeplastiken. Hubert Weber arbeitete an Krankenhäusern, Schulen, Universitäten und Verwaltungsgebäuden. Ein Schwerpunkt seines Schaffens wurde die Gestaltung von Kirchen. Mehr als 20 zum Großteil komplett ausgestattete katholische Kirchen tragen seine Handschrift.
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